10. Internationaler Vatertag 20.06.2021

ZEHN Jahre Internationaler Vatertag in Deutschland ! kiss

 

Reform des Sorge-, Betreuungs-, & Unterhaltsrechts für 2018 angekündigt, Bundesregierung verschleppt bis heute!

Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/AW) Die FDP-Fraktion verlangt Auskunft über die von der Bundesregierung angekündigte Reform des Sorge- und Umgangsrechts. In einer Kleinen Anfrage (19/21185) will sie unter anderem wissen, wann die vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene 2,4 Millionen € teure Studie von 11/2015 (seit 4/2019 abgeschlossen) "Kindeswohl und Umgangsrecht" fertiggestellt und veröffentlicht werden soll, welche Interessengruppen an der Anhörung des Familienministeriums zur Reform des Sorge- und Umgangsrecht teilgenommen haben und ob der Referentenentwurf des Ministeriums für das Gesetz zur Reform des Sorge- und Umgangsrechts den anderen Ressorts in der Bundesregierung zur Abstimmung vorgelegt wurde. Zudem möchte sie wissen, ob die Bundesregierung weiterhin den angekündigten Gesetzentwurf vorlegen wird und wann dies geschehen soll.

hib - heute im bundestag Nr. 796
Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen
Do., 30. Juli 2020


Als Reaktion auf die 2015 vom Europarat beschlossene Resolution 2079, welche die Diskriminierung der Vaterrolle bei Trennung benennt und Abhilfe von den Mitgliedstaaten fordert, stellte das  Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fest, dass internationale Studien, welche die Sinnhaftigkeit der Doppelresidenz längst belegen, auf deutsche Kinder nicht übertragbar sind und beauftragte im November 2015 eine eigenständige Studie "Kindeswohl und Umgangsrecht". Auftragnehmer waren die Universität Bremen, Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR), sowie die Projekt PETRA GmbH & Co. KG aus Schlüchte. Als Studienkoordinator wurde Dr. Stefan Rücker benannt.

Bereits kurz nach Beginn der Studie wurde öffentliche Kritik laut, weil Kriterien, nach denen die zu befragenden Eltern auszuwählen seien, nicht kommuniziert wurden. Im Laufe des Jahres 2016 intervenierte das BMFSFJ unter Führung der damaligen Ministerin Manuela Schwesig (SPD) mehrmals in die laufende Studie und veränderte Kriterien zur Auswahl der zu befragenden Eltern. Diese Änderungen führten dazu, dass bei vielen Trennungsfamilien nicht beide Eltern zu der Studie herangezogen werden konnten. Dies schließt eine wichtige Zielgruppe aus der Studie aus und stellt ihren wissenschaftlichen Wert grundsätzlich in Frage.

Auch die Zusammensetzung des wissenschaftliche Beirats wurde vom Ministerium unter Verschluss gehalten und erst nach  formaler Antragstellung im Sinne des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) benannt. Hierbei zeigte sich, dass dieser Beirat nicht mit neutralen Wissenschaftlern, sondern mit für einseitige Positionen bekannte Personen und wissenschaftsfernen Parteipolitikern besetzt war. Vertreter für Väterpositionen wurden diskriminierend generell nicht berufen.

Trotz der für eine neutrale, wissenschaftliche Studie schlechten Ausgangsvoraussetzungen scheint deren Ergebnis für das BMFSFJ ein unerwünschtes Ergebnis geliefert zu haben. Nachdem die Studie laut deren Koordinator im April 2019 an das Ministerium übergeben wurde, verschwand sie aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit. Mehrere Anfragen nach dem IFG wurden vom Ministerium abschlägig beschieden. Abweichend von der Darstellung des Studienkoordinators wurde mitgeteilt, dass dem BMFSFJ nur "erste Entwurfsteile der Studie" vorlägen und eine Verzögerung  durch den Tod des mitbeteiligten Prof. Dr. Franz Petermann am 1. August 2019, also vier Monate nach der Übergabe, eingetreten sei.

Eine Nachfrage der Bundestagsabgeordneten Katrin Helling-Plahr (FDP) zum aktuellen Stand wurde vom BMFSFJ, inzwischen unter der Führung von Ministerin Franziska Giffey (SPD) am 28. Januar 2020 lediglich wie folgt beantwortet: "Die zum Abschluss der Studie unternommenen Anstrengungen werden weiter fortgeführt, auch um ausstehende rechtliche Fragen zu klären. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die Studie numehr so schnell wie möglich zum Abschluss gebracht wird". Ein konkreter Zeitplan wurde nicht benannt.

Es ist für neutrale Beobachter nicht nachvollziehbar, dass eine bereits im Vorfeld durch die Politik massiv beeinflusste Studie offenbar solch unerwünschte Ergebnisse lieferte, die eine monatelage "Nachbearbeitung" erfordern, um den Wünschen des Auftragsgebers zu entsprechen. Dies dürfte kaum den grundlegenden Werten von Wissenschaftlern entsprechen. Die Eingriffe und Verzögerungen lassen zudem den Eindruck entstehen, dass es dem Ministerium nicht um die Bedürfnisse der betroffenen Kinder, sondern vorrangig um die Interessen von Lobbyvertetern und der am Unglück der Kinder verdienenden Trennungsindustrie geht.
Quelle


Britisches oberstes Gericht entscheidet bei Eltern-Kind-Entfremdung (Parental Aliennation) für Aufenthaltswechsel des Kindes

Das Berufungsgericht in London hat bereits im April 2020 für ein Kind einen Aufenthaltswechsel zum Vater angeordnet, weil die Mutter Entfremdung betrieben hat, was das Gericht als psychischen Missbrauch an dem Kind wertete.

Vorangegangen war eine Entscheidung zur wechselseitigen Betreuung des Kindes (Doppelresidenz). Die Mutter versuchte dieses zu verhindern, in dem sie das Kind manipulierte. So fanden dann Familienzeiten nicht statt. Das Berufungsgericht führte aus, dass der Wechsel des Lebensmittelpunktes keinesfalls die letzte Möglichkeit der in Betracht zu ziehenden Maßnahmen ist. Ferner wurde klargestellt, dass es für ein Kind mittel- bis langfristig besser ist, wenn der Kontakt zu dem Elternteil eingeschränkt wird, der es für eigene Zwecke missbraucht und kurzfristige Anpassungsschwierigkeiten (neuer Beziehungsaufbau zum entfremdeten Elternteil) dafür in Kauf zu nehmen sind.


Beitritt der EU zur EMRK

Recht und Verbraucherschutz/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/MWO) Nach dem aktuellen Stand der Verhandlungen über einen Beitritt der EU zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) fragt die FDP-Fraktion die Bundesregierung. Wie die Abgeordneten in ihrer Kleinen Anfrage (19/21204) schreiben, ist die Europäische Union (EU) der Konvention noch nicht beigetreten, obwohl sich alle Mitgliedstaaten der EU verpflichtet hätten, die Menschenrechte und Grundfreiheiten in ihrem Hoheitsgebiet zu achten. Der Vertrag von Lissabon sehe vor, dass die EU der EMRK beitreten wird, aber dies sei noch nicht erfolgt. Nach Ansicht der Fragesteller ist ein Beitritt der EU zur EMRK entscheidend, um einen einheitlichen Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten in der EU zu garantieren. Gefragt wird unter anderem nach den Voraussetzungen für einen Beitritt der EU zur EMRK, nach möglichen Hürden für den Beitritt sowie nach Plänen der Bundesregierung, den Beitritt der EU zur EMRK im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft voranzubringen.

hib - heute im bundestag Nr. 789
Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen
Di., 28. Juli 2020


Woran Täterin/Täter erkennbar sind - 17 primäre Entfremdungsstrategien die dem Kind großen Schaden zufügen, zusammengefasst auf: hochstrittig.org

Lesezeit: 12-14 Minuten

Die amerikanische Psychologin Dr. Amy Baker, welche sich umfangreich mit dem Phänomen der Eltern-Kind-Entfremdung beschäftigte, fasste aufgrund ihrer Beobachtungen in Entfremdungsfällen die 17 primären Entfremdungsstrategien des entfremdenden Elternteils zusammen (Baker, A.LJ & Sauber, R.S.(2013). Working with Alienated Children And Families — A Clinical Guidebook. New York: Routledge), welche so in der Praxis tagtäglich zu beobachten sind.

zum Download (pdf)

An Eltern gerichtet sei der dringende Appell, die nachfolgende Liste als absolutes no-go zu verstehen, als Verhaltensweisen, die ihren Kindern erheblichen Schaden zufügen würde.

Für Fachkräfte ist die Liste ein guter Anhaltspunkt um rechtzeitig einzuschreiten, wenn solche Verhaltensweisen und Strategien bei Eltern beobachtet werden. Es handelt sich zum einen um einen Verstoß gegen die elterliche Loyalitätspflicht, zum anderen um emotionalen Missbrauch des Kindes, der verhindert, zumindest aber beendet, werden muss.

1. Schlechtreden

Der entfremdende Elternteil (eE) nutzt verbale und nonverbale Kommunikation, um das Kind davon zu überzeugen, dass der ausgegrenzte Elternteil (aE) das Kind nicht liebt, nicht sicher Oder nicht erreichbar ist. Existente Fehler und Schwächen werden übertrieben und nichtexistente Schwächen werden erfunden. Das Schlechtreden wird Oft wiederholt, erfolgt mit Nachdruck, großer Ernsthaftigkeit und wird durch keinerlei positiven Bemerkungen ausgeglichen.

2. Kontaktreduzierung

Der entfremdende Elternteil (eE) nutzt verbale und nonverbale Kommunikation, um das Kind davon zu überzeugen, dass der ausgegrenzte Elternteil (aE) das Kind nicht liebt, nicht sicher Oder nicht erreichbar ist. Existente Fehler und Schwächen werden übertrieben und nichtexistente Schwächen werden erfunden. Das Schlechtreden wird Oft wiederholt, erfolgt mit Nachdruck, großer Ernsthaftigkeit und wird durch keinerlei positiven Bemerkungen ausgeglichen.

3. Störung der Kommunikation

Der eE verlangt Kommunikation mit dem Kind während der Umgangszeiten mit dem aE, erlaubt aber dem aE keinen Zugang zum Kind während seiner Betreuungszeiten. Es wird nicht ans Telefon gegangen, Textnachrichten werden blockiert oder nicht weitergegeben. Der aE hat dadurch weniger Gelegenheiten, an den kleinen Dingen des kindlichen Lebens teilzuhaben.

4. Verhinderung symbolischer Kommunikation

An einen Elternteil zu denken, über ihn zu sprechen oder Fotos von ihm anzusehen, kann dem Kind helfen, sich dem aE auch während seiner Abwesenheit nah und verbunden zu fühlen. Der eE schafft eine Umgebung, in der sich das Kind nicht wohl fühlt, Dinge zu tun, die es an den aE erinnert oder mit ihm zu tun haben. Wenn sich das Kind beim aE aufhält, sorgt der eE dafür, dass er permanent für das Kind präsent ist, indem z.B. häufig besorgt angerufen und gefragt wird, ob es dem Kind auch gut geht. Durch die Omnipräsenz des eE bleibt im Inneren des Kindes kaum Raum die Gedanken und Gefühle bezüglich des aE

5. Liebesentzug

Der eE macht dem Kind deutlich, dass seine Zustimmung zu allem eine überwältigende Wichtigkeit hat. Dadurch würde das Kind alles tun, um einen Liebesentzug seitens des eE zu vermeiden, der auf die Enttäuschung oder Verärgerung des eE erfolgt. Typischer Weise löst die Zuneigung und Liebe des Kindes zum aE den meisten Ärger und Schmerz beim eE aus. Um also die Liebe eines Elternteils nicht aufs Spiel zu setzen, muss das Kind auf die Liebe zum anderen Elternteil verzichten. Der Liebesentzug wird nicht explizit angedroht, dennoch lebt das Kind in Angst, die Liebe und Zustimmung des eE zu verlieren.

6. Dem Kind sagen, der andere Elternteil wäre gefährlich

Eine Sonderform des Schlechtredens, bei dem der Eindruck beim Kind erweckt wird, dass der aE gefährlich ist oder gewesen ist. Es werden Geschichten darüber erzählt, wie der aE dem Kind versucht hat wehzutun. Daran hat das Kind zunächst keine Erinnerung. Wenn die Stories oft genug erzählt und vom Kind in Gedanken nachvollzogen werden, glaubt das Kind diese Geschichten und kann nicht mehr unterscheiden, ob die angeblichen Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben oder nicht. Es gibt für das Kind keinen Unterschied im Erinnern an Erlebtes oder Erzähltes

7. Das Kind zwingen zu entscheiden

Der eE wird Mehrdeutigkeiten im Umgangsplan oder Interessenkonflikte des Kindes nutzen (z.B. Party während der Umgangszeiten mit aE veranstalten), um ihm eine Entscheidung gegen die Wahrnehmung des Umgangs mit dem eE abzuringen. Wenn sich beide Eltern an demselben Ort aufhalten, wird das Kind den eE favorisieren und den aE ignorieren oder sich unhöflich ihm gegenüber verhalten.

8. Dem Kind sagen, dass der andere Elternteil es nicht mehr lieben würde

Eine weitere Spezialform des Schlechtredens tritt ein, wenn der eE dem Grund zur Schlussfolgerung gibt, dass der aE es nicht mehr liebt. Dabei wird das Ende der Paarbeziehung der Eltern mit dem Ende der elterlichen Liebe zum Kind gleichgesetzt. (z.B. „Mama hat uns verlassen“, „Papa liebt uns nicht mehr“). Der eE wird im Kind den Glauben schoren. vom aE zurückgewiesen oder verlassen worden zu sein. Situationen werden dementsprechend umgedeutet und als Nachweis des Verlassen Werdens durch den angeführt.

9. Das Kind bezüglich der Belange der Erwachsenen ins Vertrauen ziehen

Der eE bezieht das Kind in das Geschehen bei Gericht ein und gibt persönliche und private Informationen über den aE weiter, die das Kind nicht zu wissen braucht. Der eE stellt sich als Opfer des aE dar, so dass das Kind Mitleid mit dem eE empfindet und diesen beschützen mochte. Zusätzlich empfindet das Kind Ärger und Enttäuschung gegenüber dem aE. Das Kind fühlt sich besonders wertgeschätzt und vertrauenswürdig, weil es vom eE in private Angelegenheiten eingeweiht wurde

10. Das Kind dazu nötigen, den anderen Elternteil abzuweisen

Es werden durch den eE Situationen kreiert, in denen das Kind den aE aktiv zurückweist. z.B. durch Anrufe, bei dem das Kind dem aE mitteilt, dass es nicht zum Umgang kommt, oder dass es nicht möchte, dass der aE an besonderen Schulfeiern teilnimmt. Es wird dem aE nicht nur mitgeteilt, dass er nicht erwünscht ist bei Ereignissen, an denen er teilhaben möchte, sondern diese Botschaft wird zusätzlich durch das Kind aktiv übermittelt. Das führt zu verletzten Gefühlen und Frustration beim aE, der möglicherweise im Affekt mit harschen Worten gegenüber dem Kind reagiert. Dadurch wird die zerbrechliche Beziehung zwischen aE und Kind weiter untergraben. Weiterhin rechtfertigt das Kind vor sich selbst die Abweisung des aE, weil dieser sich in der Ablehnungssituation ihm gegenüber aus Frust nicht korrekt verhalten hat.

11. Das Kind dazu anhalten, den anderen Elternteil auszuspionieren

Für den eE interessante Informationen (Unterlagen, Kontoauszuge, Arztberichte etc.), die ihm zusätzlich vor Gericht vermeintliche Vorteile einbringen können, werden durch das Kind dem eE zugetragen. Die Bitte darum kann direkt oder indirekt erfolgen, indem der eE behauptet, dass der aE ihm diese Informationen unrechtmäßig vorenthält. Wenn die Kinder Informationen an den eE weitergegeben haben, fühlen sie sich schuldig und zusätzlich unwohl in Anwesenheit des aE, wodurch die Entfremdung weiter vorangetrieben wird

12. Das Kind bitten, Geheimnisse vor dem anderen Elternteil zu bewahren

Der eE deutet an oder sagt, dass bestimmte Informationen dem aE vorenthalten werden sollen, damit dem Kind keine Nachteile entstehen. z.B. „Wenn Mama wüsste, dass wir am Wochenende in den Freizeitpark fahren wollen, würde sie zum Gericht gehen und das verhindern. Also sagen wir ihr das erst am Samstag, wenn sie nichts mehr dagegen machen kann.“ Wie beim Ausspionieren führt dies zur Distanzbildung zwischen Kind und das Kind fühlt sich schuldig und unwohl in der Anwesenheit des aE. Wenn der aE herausfindet, dass das Kind Informationen vorenthalten hat, wird dieser ärgerlich und verletzt reagieren.

13. Den anderen Elternteil beim Vornamen nennen

Statt den aE mit „Mama/Papa“, „Deine Mama/Dein Papa“ zu bezeichnen, spricht der eE vom aE nur mit seinem Vornamen. Die Botschaft an das Kind ist dabei, dass der aE keine besondere Autoritätsfigur mehr darstellt und auch keine besondere Bindung an den aE fortbesteht. Wenn der eE den aE mit seinem Vornamen bezeichnet, stuft er ihn auf das Level eines Gleichaltrigen oder Nachbarn zurück.

14. Einen Stiefelternteil als“Mama“ oder „Papa bezeichnen und das Kind dazu anhalten, dies ebenfalls zu tun

Der neue Partner wird als Elternteil (einzige Mama, einziger Papa) bezeichnet. Den Lehrern oder Eltern von Freunden wird der Stiefelternteil als „Mutter“ Oder „Vater• vorgestellt. Vom Kind wird ebenfalls erwartet, dass es dieselbe Bezeichnung wählt. Wenn der aE herausfinden sollte, dass das Kind den Stiefelternteil als Elternteil bezeichnet, reagiert er wahrscheinlich ärgerlich und verletzt dem Kind gegenüber.

15. Medizinische, schulische oder andere wichtige Informationen vorenthalten, den Namen des aE auf Dokumenten nicht angeben

Alle Unterlagen der Schule. von Sportclubs, Kirchengruppen usw. enthalten Fragen zur Angaben beider Eltern. Der eE wird diese Informationen sowohl auf den Dokumenten nicht angegeben als auch dem aE die Informationen vorenthalten, dass und wo er sie hätte ausfüllen müssen. Dadurch wird der aE von der Informationsweitergabe oder Information im Notfall abgeschnitten. Außerdem wird der eE alle wichtigen Informationen nicht weitergeben, die der aE zur Ausübung seiner Elternschaft braucht. Im Ergebnis wird der aE in den Augen des Kindes und wichtiger Erwachsener in seinem Leben in die Bedeutungslosigkeit abgedrängt. Der aE kann auf diese Weise kaum ein aktiver und eingebundener Elternteil mehr sein.

16. Den Namen des Kindes ändern, um die Verbindung zum anderen Elternteils zu reduzieren

Wenn der eE die Mutter ist, könnte diese nach der Scheidung den Mädchennamen wieder annehmen und diesen Namen als Nachnamen des Kindes angeben. Oder sie heiratet wieder und verwendet dann den neuen Familiennamen als Nachnamen für das Kind. Ist der eE der Vater, könnte er das Kind beim Spitznamen nenne und ihm so eine Identität verschaffen, bei der der eE die wichtigste Bezugsperson darstellt. Der aE fühlt sich ausgeschlossen und seltsam, wenn sich das Kind selbst mit dem neuen Namen bezeichnet. Zusätzlich könnte sich der aE dadurch zurückgewiesen fühlen und Ärger und Enttäuschung zum Ausdruck bringen.

17. Abhängigkeit kultivieren und die Autorität des anderen Elternteils untergraben

Entfremdete Kinder sprechen von den eE, als wären diese perfekt, unerreichbar und besonders. Außerdem verhalten sie sich, als wären sie abhängig vom eE, was meist ihrem Alter nicht entspricht. Die eE nähren die Abhängigkeit im Kind, anstatt sie zu lehren (was typisch für nicht entfremdende Eltern ist), kritisch zu denken, ein Gefühl von Selbstwirksamkeit sowie Autonomie und Unabhängigkeit zu entwickeln. Außerdem unterminiert der eE die Autorität des aE, um sicher zu gehen, dass das Kind nur gegenüber einem Elternteil Loyalität entwickelt. Beispielsweise werden Regeln aufgestellt, die ebenfalls beim aE zu gelten haben oder Regeln des aE unterwandert. Der eE wird in den Augen des Kindes erhöht, während der aE immer weniger wichtig und bedeutsam wird.

Alle Techniken zielen auf die Unterwanderung der Autorität des anderen Elternteils ab und auf die Deprivation (Entbehrung, Entziehung, Beraubung) seiner Beziehung zum Kind. Nicht alle Techniken müssen in einem Fall beobachtbar sein. Es kommt darauf an, wie effektiv der entfremdende Elternteil die Techniken einsetzt.